Buchtipp: Das Facebook-Buch für Eltern

Das Internet geht nicht mehr weg. Obgleich eine Binsenweisheit, lässt sich dieser Spruch nicht oft genug wiederholen – gerade in unserer Generation von Eltern, die noch nicht mit Fluch und Segen aktueller Kommunikationstechnologie aufgewachsen sind. Und auch Facebook wird (zumindest für’s Erste) nicht so schnell wieder aus unserem Leben und vor allem nicht aus dem unserer Kinder verschwinden.

Das Facebook-Buch für Eltern

Das Facebook-Buch für Eltern von Tobias Albers-Heinemann und Björn Friedrich

Um gerade Eltern, die keine “Digital Natives” sind, also nicht in diese vernetzte, mobile Welt hineingeboren sind, eine Hilfe zu bieten, haben die beiden Medienpädagogen Tobias Albers-Heinemann und Björn Friedrich das Facebook-Buch für Eltern geschrieben. Auf über dreihundert Seiten wird das zur Zeit wichtigste “Social Network” von allen Seiten beleuchtet. Das Buch beginnt mit einer Einführung in die Geschichte sozialer Netze mit all den Problemen, die die neue Kommunikation gerade für Eltern und Kinder mit sich bringt. Anschließend beschreiben die Autoren Facebook: Werdegang und Benutzung werden beschrieben, das Ganze so ausführlich, dass es sogar den Eltern als Anleitung dienen kann, die mit dem Gedanken spielen, neue Nutzer zu werden.

Bei der Ausführlichkeit und teilweise auch Begeisterung der Autoren für die neuen Kommunikationsmöglichkeiten bleiben die Autoren aber nicht kritiklos. Immer wieder greifen sie Bedenken, die Eltern haben, auf und sorgen mit verständlichen Erklärungen, Hilfen und Warnungen dafür, dass sich Eltern verstanden fühlen. Auch rechtliche Themen werden angesprochen. Ein Kapitel beschäftigt sich mit Cyber-Mobbing. Ein Thema, das in den Medien und damit auch in Schulen und Familien, heiß diskutiert wird.

Am Ende des Buches schließen sich noch weitere Kapitel zu den Themen Smartphones und Datenhandel an. Eine ausführliche Liste von Online-Hilfen für Eltern und Familien runden das Buch ab.

Dieses Buch kann für diejenigen Eltern, die bisher eher kopfschüttelnd und unverständlich den Eskapaden ihrer Kinder im Netz (und insbesondere auf Facebook) zugesehen haben, sehr informativ und hilfreich sein.

Das Facebook-Buch für Eltern
Tobias Albers-Heinemann & Björn Friedrich

O’Reilly Verlag GmbH & Co.KG, 1.Auflage Oktober 2012, ISBN 978-3-86899-379-0, 17,90 Euro

Broschüre: Mein digitales Leben

Digitalisierung und Vernetzung stellen uns alle im Alltag vor Probleme, die vorher nur Experten und einen kleinen Kreis von Menschen beschäftigten. Das Urheberrecht, der Datenschutz und Persönlichkeitsrechte haben damit eine besondere Bedeutung für jeden von uns erlangt.

Das Urheberechtsportal irights.info und das Jugendinformationspartal watchyourweb.de haben gemeinsam eine Broschüre herausgegeben.

Sie soll Jugendlichen Informationen bieten, damit sie sich rechtssicher und selbstbestimmt im Internet und insbesondere in sozialen Netzwerken bewegen können.

Wenn Sie sich beispielsweise gefragt haben, ob der Download von Videos bei Youtube zulässig ist, finden Sie hier eine Antwort.

Die Broschüre „Mein digitales Leben“ steht hier kostenlos als PDF zum Download bereit.

Ich lad mal schnell was runter – Nachtrag

Wir stellen hier die Folien des Vortrags zur Verfügung:

Sehr nützlich sind auch die beiden Broschüren “Spielregeln im Internet 1&2″, die Sie unter folgenden Links zum Herunterladen finden:

Es gibt noch eine ganze Reihe interessanter Links, die Matthias Spielkamp und wir empfehlen, wenn es um verschiedene Urheberrechtsthemen gilt:

  • iRights.info - die Seite des Vortragenden: “Urheberrecht und kreatives Schaffen in der digitalen Welt”.
  • Flickr ist ein Bildportal mit einer sehr guten Suche nach Inhalten, die unter Creative-Commons-Lizenz stehen.
  • Die deutsche Seite der  Creative-Commons-Organisation mit einer Erklärung der verschiedenen Lizenzformen.
  • Der Netzkunstgenerator, hier die Beschreibung, fand im Vortrag Platz als Beispiel für eine Anwendung, die sich künstlerisch mit dem Thema Urheberrecht beschäftigt.
  • Handbuch “Internetrecht für Eltern” (PDF), selbst unter CC-Lizenz veröffentlicht.

Diese Reihe von Quellen soll nur einen Anfang darstellen, wir werden sie bei Bedarf aktualisieren.

Moodle an der RoRo

Gastbeitrag von Ralf König, Fachlehrer für Mathematik, Physik & Informatik, zum Einsatz von Moodle an unserer Schule:

Moodle ist ein Lernmanagementsystem auf Open-Source-Basis. 1999 wurde es vom Australier Martin Dougiamas entwickelt und findet seither weltweit steigende Verbreitung – anfänglich in Universitäten und Hochschulen, mittlerweile auch in Grundschulen und weiterführenden Schulen Deutschlands. In 227 Ländern gibt es über 75.000 registrierte Moodle-Installationen mit mehr als 65 Millionen Nutzern (Quelle). Als kleinen Einstieg zu Moodle empfehle ich die Präsentation …

… oder das englische Video:

Moodle unterstützt kooperative Lehr- und Lernmethoden. Das heißt in den Online-Lernräumen werden einerseits Lernmaterialien (Links, PDF-Datei etc.) durch die Trainer (Lehrer) zur Verfügung gestellt. Andererseits ermöglicht Moodle auch Aktivitäten der Teilnehmer (Schüler) z.B. einen Forumbeitrag schreiben, eine Aufgabenlösung hochladen, Fragen in einem Test beantworten oder einen Text gemeinsam in einem Wiki erstellen. Alle Aktivitäten können durch die Trainer auf einer Prozentskala bewertet werden.

Im Rahmen des eEducation-Masterplans (PDF) stellt der Senat mit dem Lernraum Berlin seit 2005 eine eigene für die Berliner Schule angepasste Moodle-Installation bereit. Auch Lehrer des RoRo nutzen den Lernraum Berlin aktuell in 60 Online-Lernräumen. Die Möglichkeit der Fortbildung zur Einführung in die Gestaltung eines Lernraumes wurde z.B. von 15 KollegInnen am Lehrerstudientag im Jahr 2010 genutzt. „Vorreiter“ sind die LehrerInnen der Fächer Informatik, Physik und Mathematik. Viele von ihnen stellen die mit den interaktiven Whiteboards entwickelten Tafelbilder ihren SchülerInnen in Lernräumen zur Verfügung. Die Lehrer anderer Fächer werden durch die Verbreitung von weiteren interaktiven Whiteboards am RoRo diesen Beispielen sicherlich folgen.

Seit mehreren Jahren werden allen RoRo-SchülerInnen der 10. Klassen spezielle MSA-Mathe-Lernräume (MSA = Mittlerer Schulabschluss) zur Vorbereitung auf die MSA-Prüfung Mathematik zur Verfügung gestellt. Die Selbstlernarbeitsmaterialien, die von Herrn Siek zusammengetragen wurden, umfassen alte MSA-Aufgaben und deren Lösungen, Videolinks mit vorgerechneten Aufgaben sowie Aufgaben mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zu relevanten mathematischen Themen auch über den MSA hinaus mit Lösungen.

Meine Moodle-Erfahrungen

SchülerInnen lernen z.B. in meinen Leistungskursen Physik verschiedene Themenkomplexen kennen, wobei hunderte von Aufgaben bearbeitet und viele Webseiten mit geeigneten Inhalten und lehrreichen Animationen besucht werden. Nach vier Semestern werden sie dann im schriftlichen Abitur tiefgreifend zu den Themen befragt.

Wie sollen sich die SchülerInnen auf das Abitur vorbereiten und wie kann ich Ihnen dabei helfen? Die Antwort war – Moodle. 2006 entdeckte ich das Innovationspotenzial von Moodle für meinen Unterricht – anfänglich nur für die Kursphase später auch für die Sekundarstufe 1. Online-Lernräume mit allen im Unterricht verwendeten Materialien entstanden. Die in der Moodle-Plattform gebotenen Möglichkeiten der Kommunikation durch Chat und Forum werden unterschiedlich genutzt. Früher wurden sie vor allem von jüngeren SchülerInnen stark genutzt. Mittlerweile haben soziale Netzwerke wie Facebook dazu geführt, dass die Chatfunktion in den Lernräumen kaum noch genutzt wird. Kommunikation über das Forum findet vor allem in Kursen mit Teilnehmern aus verschiedenen Klassen statt. Meist geht es dort um inhaltliche Themen wie z.B. um Tipps der SchülerInnen untereinander bei Installationschwierigkeiten der im Informatikunterricht benötigten Software oder um neueste fachwissenschaftliche Meldungen, die dort diskutiert werden.

In einigen Lernräumen habe ich Online-Tests z.B. in Multiple-Choice-Form integriert. Die Korrektur wird automatisch vorgenommen. Die Anzahl der möglichen Testbearbeitungen kann festgelegt werden. Eine zweimalige Bearbeitung von Tests durch die SchülerInnen liefert eine durchschnittliche Erfolgsquote von mehr als 80%.

Im Jahr der Astronomie (2009) wurde mein Astronomie-Lernraum für den Wahlpflichtunterricht Physik Klasse 10 beim Astronomie Wettbewerb „Sternstunden für Ihre Schüler“ von Science on Stage Deutschland mit einem Preis ausgezeichnet.

Screenshot: Moodle Lernraum für die 9. Klasse

Screenshot: Moodle Lernraum für die 9. Klasse

Mittlerweile arbeite ich mit einem Lernraum für den Wahlpflichtunterricht Mathe/Physik in Klasse 9, der zum zentralen Unterrichtsinstrument geworden ist. Voraussetzungen wurden geschaffen, damit jeder Kursteilnehmer im Unterricht an einem Laptop arbeiten kann. Arbeitsmaterialien mit Arbeitsanweisungen stehen in der Moodle-Lernplattform online bereit. Diskussionsphasen in herkömmlicher Form zu den Inhalten finden statt, dann bearbeiten die SchülerInnen die Aufgaben computergestützt im Unterricht und laden ihre fertigen Unterrichtsergebnisse zur Bewertung in den Lernraum hoch. Auch Bestandteile der Klassenarbeiten werden computergestützt bearbeitet und dann hochgeladen.

Fazit: Moodle ist kein Allheilmittel zur Erreichung besserer Ergebnisse im Unterricht. Trotz (später) hochgeladener Tafelbilder muss im Unterricht wie üblich „mitgeschrieben“ werden. Moodle bietet aber Chancen für interessierte SchülerInnen sich zusätzlich zum Unterricht mit den Fachinhalten zu beschäftigen und vor Klassenarbeiten strukturiert den Unterricht Revue passieren zu lassen.

Ralf König

Ich lad’ mal schnell was runter

Informationsabend

Urheberrecht und Internet – worauf Eltern und Kinder achten müssen

Jeder, der das Internet – vor allem soziale Netzwerke – aktiv nutzt, verletzt nahezu zwangsläufig Urheberrechte. Im Vordergrund steht daher nicht mehr nur die Frage, ob und wie wir das verhindern können, sondern wie wir damit umgehen. Wie schaffen wir es, teure Abmahnungen zu vermeiden und auch den Kindern Respekt vor Kreativität und Privatsphäre zu vermitteln? Der Vortrag wird über die Fallstricke des aktuellen deutschen Urheberrechts informieren, über Reformbemühungen und den Einsatz von freien Inhalten.

Matthias Spielkamp, Journalist, Hochschuldozent und Gründungsmitglied des Informationsportals www.iRights.info, ist einer der bekanntesten Urheberrechts-Experten Deutschlands. Wir freuen uns sehr, dass er sich die Zeit nimmt, mit uns zu diskutieren.

Im Anschluss an den 45-minütigen Vortrag besteht wie immer ausreichend Möglichkeit, Fragen zu stellen.

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Buchtipp: Netzgemüse

Alles, was nach Deinem 35. Lebensjahr erfunden wird, richtet sich gegen die natürliche Ordnung der Dinge.

Mit diesem (im Buch ausführlicherem) Zitat von Douglas Adams beginnt das Buch »Netzgemüse«.

Die sogenannten »Neuen Medien« sind zwar nicht mehr so neu, dass sie guten Gewissens als »neu« zu bezeichnen wären. Der Satz von Douglas Adams gilt mindestens für diejenigen Eltern, die erst so um die 40 mit den »Neuen Medien« intensiver in Berührung kamen. Das Internet, die Computerspiele und digitale Medien allgemein stören die natürliche Ordnung der Dinge. Hier: die gewohnte Ordnung der Familiendinge.

Cover Netzgemüse

Netzgemüse – Aufzucht und Pflege der Generation Internet

Nach allen bekannten Prognosen werden die »Neuen Medien«, speziell das Internet nicht wieder verschwinden. Auch wenn Prognosen, die die Zukunft betreffen, zugegebenermaßen als unsicher zu gelten haben. Hier bin ich mir sicher: Unsere Kinder und wir werden mit dem Internet und den digitalen Medien noch eine ganze Weile zu tun haben. Vermutlich länger als Ihnen im Moment noch lieb ist.

Wenn Sie ein Buch über das Internet lesen wollen, dass hysteriefrei und mit pragmatischem Ansatz geschrieben ist, dann greifen Sie zu Netzgemüse von Tanja und Johnny Haeusler. Sie kaufen ein Buch über das Internet, das bildet! Glauben Sie mir: Sie lernen unglaublich viel. Auch über die Altersgenossen ihrer Kinder.

Im Kapitel Computerspiele habe ich viel Neues erfahren, bestimmt werden auch Sie mindestens einen persönlichen Aha-Moment erleben. Nach dem Lesen dieses Kapitels werden Sie Ihr Kind mit anderen Augen beim Spielen beobachten. Wenn Sie Ihrem Kind bislang noch nie länger beim Spielen am Computer zugesehen haben, werden Sie nach der Lektüre nicht unbedingt zum Minecraft-Experten, aber Sie werden besser verstehen, worin die Faszination dieses Spiels liegt.

In der veröffentlichten Meinung werden Computerspiele inzwischen nicht mehr durchweg verteufelt, sondern als Kulturgut betrachtet.

Es macht wirklich Spass, dieses Buch zu lesen. Es nimmt Eltern die Angst vor dem Internet, vor dem Kontrollverlust und stärkt die Eltern-Kind-Beziehung. Wenn Sie diesen Text lesen, haben Sie übrigens schon einen Ratschlag des Buches beherzigt:

Die Antwort auf das Internet ist das Internet.

Ideal als Geschenk für sich selbst oder gute Freunde. Kaufempfehlung! Gleich bestellen: Netzgemüse: Aufzucht und Pflege der Generation Internet

Tag der offenen Tür

Am 19. Januar 2013  lädt das Romain-Rolland-Gymnasium in Berlin-Reinickendorf interessierte Schüler und Eltern zum Tag der offenen Tür ein.

Auch die Elterninitiative Neue Medienkultur ist mit einem Stand vertreten. Wir informieren über unsere Arbeit und stehen für Gespräche und Fragen zur Verfügung. Außerdem können Sie bei uns kostenlose Infobroschüren der Verbraucherzentrale, von Klicksafe u.a. mitnehmen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Samstag, 19. Januar 2013 ab 10 Uhr, Schuleingangs-Foyer.

 

 

Präsentation: Was Sie schon immer über facebook wissen wollten…

Bereits zum zweiten Mal hat Frau Zinke von der Verbraucherzentrale Bundesverband über soziale Netzwerke, im besonderen facebook informiert. Viele Eltern nutzen die Gelegenheit, konkrete Fragen zum eigenen Umgang mit facebook in der Familie zu stellen.

Die Präsentation zum Nachsehen:

Fatale Sicherheitlücke bei WhatsApp

tl;dr:  WhatsApp ist ein beliebter Dienst, den man aber wegen erheblicher Sicherheitsmängel nicht länger nutzen sollte.

Trotz weit verbreiteter SMS-Flatrates oder mindestens solcher SMS-Tarife, die einer Flatrate sehr nahe kommen, ist Whats App unter Smartphone-Nutzern sehr beliebt. Wer es noch nicht kennt, fragt seine Kinder. Das Prinzip ist einfach: Ohne weitere Kosten und ohne Anmeldung können Kurznachrichten in SMS-Länge ausgetauscht werden. Nötig dazu ist ein Datenverbindung per WLAN oder Mobilfunk.

Der Dienst ist simpel – zu simpel, wie jetzt bekannt wurde. Nur wenige Informationen genügen, um einen Account zu übernehmen und an die Freunde des Ausgespähten Nachrichten in seinem oder ihrem Namen zu senden. Das Fatale: Man kann nichts dagegen unternehmen. WhatsApp kennt keine Passwörter.

In den Medien wurde hier und hier darüber berichtet.

Der Blogger und Web-Entwickler Henning Tillmann schreibt:

WhatsApp verwendet zur Authentifizierung die eigene Telefonnummer und bei iPhones als Kennwort die MAC-Adresse des WLAN-Adapters. Diese Kennung ist einzigartig und somit von Gerät zu Gerät verschieden.

Bei anderen Smartphones, z. B. mit dem Android-Betriebssystem, wird die eindeutige Gerätenummer, die IMEI, International Mobile Equipment Identity, als Passwort benutzt.

Um im Namen des ursprünglichen Nutzers Nachrichten an seine Freunde zu senden, bedarf es nur sehr wenig. Generell genügt es, für wenige Minuten in Besitz des Gerätes zu sein und sich die Daten abzuschreiben. Die Adresse ist nur sechs Byte lang und wird hexadezimal angeben, üblicherweise in einem solchen Format: z.B. 00:80:41:ae:fd:7e

Bei Apple-Geräten ist diese unter Einstellungen – Allgemein zu finden.

Einstellungen beim iPad

Einstellungen beim iPad

Screenshot eines iPads (teilweise nachträglich verpixelt).

Auch bei Android-Smartphones oder BlackBerrys ist es ein leichtes die WLAN-MAC-Adresse oder die hier als „Passwort“ verwendete IMEI herauszufinden, wenn man das Gerät für kurze Zeit in seinem Besitz hat.

IMEI und MAC-Adresse findet man in den Einstellungen

IMEI und MAC-Adresse findet man in den Einstellungen

MAC und IMEI: Gerätespezifische Nummern, die sich nicht verändern lassen 

Wozu braucht man diese Nummern, werden Sie sich jetzt vielleicht fragen? Die MAC-Adresse eines Gerätes, beispielsweise eines iPhones, ist kein Geheimnis, sondern essentiell notwendig, damit es in einem WLAN funktioniert. Ein iPhone sendet regelmäßig seine MAC-Adresse aus, wenn es nach neuen WLANs sucht. Und das macht es quasi immer. Nur mit Hilfe der MAC-Adresse kann es mit anderen Geräten Kontakt aufnehmen. Aus diesem Grund es auch leicht, die MAC-Adresse eines iPhones herauszufinden, ohne es in die Hand zu nehmen. Ein Angreifer muss nur in der Nähe sein.

Ähnlich verhält es sich mit der IMEI, die bei Mobiltelefonen zur Identifikation im Funknetz benötigen. Sie merken schon: Eine solche technische Adresse sollte man nicht als Passwort benutzen. Die Entwickler von WhatsApp haben es trotzdem getan.

Diese Lücke führt dazu, dass es endlich auch eine „Möglichkeit“ gibt, WhatsApp im Browser, also mit dem Laptop oder Desktop-Rechner zu nutzen. Sie können damit Nachrichten im Namen anderer an seine Kontakte schreiben, ohne dass er oder sie davon erfahren.

Der Entwickler dieser Webanwendung stellt ernüchtert fest:

„Die Lücken sind erschreckend. Du glaubst nicht, wie oft ich den Kopf geschüttelt habe, als ich den Webclient geschrieben habe.“

Meine Empfehlung daher: WhatsApp-Konto schließen (Anleitung) und Programm vom Smartphone löschen. Und endlich mal wieder SMS schreiben. Ist doch viel persönlicher.

Was bedeutet tl;dr? Für die Ungeduldigen: tl;dr ist eine Internetabkürzung für “too long; didn’t read”. Sie bietet eine twitterfähige Zusammenfassung des Textes in 140 Zeichen.

Update (Magnus Niemann): Offenbar sind auch die neuesten Updates der Applikation nicht sicher, wie folgender Artikel darstellt.